Pflanzenarten und ihre Herkunft

Jede Zimmerpflanze bringt die Bedingungen ihres ursprünglichen Lebensraums mit ins Wohnzimmer. Wer die Herkunft kennt, versteht die Bedürfnisse fast automatisch.

Sechs Arten im Herkunftsvergleich

Eine Auswahl, die im Kurs ausführlicher behandelt wird.

  • Monstera deliciosa

    Mittelamerikanischer Regenwald

    Wächst im Unterwuchs unter dichtem Blätterdach, gewöhnt an gefiltertes Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit.

  • Sansevieria (Bogenhanf)

    Trockengebiete Westafrikas

    An lange Trockenperioden angepasst, speichert Wasser in dicken Blättern und verträgt auch pralle Sonne.

  • Epipremnum (Efeutute)

    Regenwälder Südostasiens

    Klettert im Naturhabitat an Baumstämmen empor, kommt daher mit gedämpftem Licht gut zurecht.

  • Ficus elastica

    Vorland des Himalaya, Indien

    Gewöhnt an wechselnde Lichtverhältnisse zwischen Monsun- und Trockenzeit, entsprechend anpassungsfähig.

  • Zamioculcas zamiifolia

    Ostafrikanische Trockensavanne

    Bildet unterirdische Speicherorgane aus, um lange Trockenzeiten zu überstehen, entsprechend genügsam bei Wasser.

  • Calathea-Arten

    Feuchter Regenwaldboden Südamerikas

    Reagiert empfindlich auf trockene Raumluft und direkte Sonne, da sie im Naturhabitat stets im Schatten größerer Pflanzen steht.

Fensterausrichtung im Überblick

Eine grobe Orientierung, die individuelle Gegebenheiten nicht ersetzt.

Empfehlungen nach Fensterausrichtung
AusrichtungLichtcharakterMögliche ArtenZu beachten
NordGleichmäßig, gedämpftEfeutute, Zamioculcas, BogenhanfWachstum meist langsamer
OstMildes MorgenlichtCalathea, Fensterblatt, FarneMittagshitze meist kein Thema
SüdIntensiv, oft direktBogenhanf, Gummibaum, SukkulentenMittagssonne im Sommer abschirmen
WestWarmes NachmittagslichtFensterblatt, Ficus, EfeututeSommernachmittage können sehr heiß werden
Verschiedene Topfpflanzen unterschiedlicher Größe und Blattform sind auf einem Holztisch zur Übersicht angeordnet
Eine Auswahl unterschiedlicher Blattformen, wie sie im Kurs zur Bestimmung besprochen werden.

Woher die besprochenen Pflanzen stammen

Reihen junger Monstera-Pflanzen wachsen in einem hellen Gewächshaus mit Folienabdeckung
Die meisten im Handel erhältlichen Zimmerpflanzen stammen heute aus spezialisierten Gärtnereien, nicht mehr direkt aus dem Naturhabitat.
Kommen die Pflanzen wirklich aus dem Regenwald?

Nein, die im Kurs besprochenen Zimmerpflanzen stammen aus kultivierter Vermehrung in Gärtnereien, meist in Europa oder den Niederlanden. Die genannte Herkunftsregion bezieht sich auf die ursprüngliche, wilde Verbreitung der Art, die bis heute erklärt, welche Bedingungen die Pflanze bevorzugt.

Warum ist die Herkunftsregion trotzdem relevant?

Auch nach vielen Generationen der Kultivierung behalten Pflanzen die grundlegenden Anpassungen ihrer Art bei, etwa Blattstruktur oder Wassernutzung. Diese Merkmale verändern sich nicht durch den Verkauf im Gartencenter.

Gibt es Unterschiede zwischen Sorten derselben Art?

Ja, panaschierte oder besonders klein bleibende Sorten können abweichende Ansprüche an Licht haben. Im Kurs weisen wir auf solche Besonderheiten hin, wo sie relevant sind.